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IWPS-Palästina ist ein 3-Jahres-Projekt führt ab August 2002 ein internationales Frauen-Friedenshaus in Hares/Salfit/Palästina, mit geschulten Frauen aus der internationalen Zivilgesellschaft. IWPS beobachtet, dokumentiert und veröffentlicht Menschenrechtsverletzungen und interveniert gewaltfrei, um Menschenrechtsverletzungen zu stoppen versuchen. Außerdem unterstützen und fördern sie gewaltfreien Widerstand gegen die illegale Militärbesatzung der Westbank und Gazas. IWPS möchte einen Grundstein in gewaltfreier Konfliktlösung legen.16 Frauen aus 8 Ländern bilden das Team von IWPS und werden drei Monate im Jahr (jeweils zu viert) über mindestens drei Jahre hinweg vor Ort aktiv sein.
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Email: iwps@palnet.com
Tel #: +972 (0) 9 2516 644
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Grundsätze

Grundsätze

IWPS-Politik der Gewaltfreiheit

IWPS unterstützt den gewaltfreien Widerstand gegen die israelische Besatzung und bedient sich gewaltfreier Methoden und Praktiken. Gewaltfreiheit verstehen wir als umfassende Lebensphilosophie, die aus dem Herzen kommt und unsere Beziehungen und unser ganzes inneres und äußeres Tun in allen Bereichen durchdringt.

Gewaltfreiheit bedeutet für uns aktiver und kreativer Widerstand gegen Ungerechtigkeit. Dazu braucht es Mut und Integrität, Menschlichkeit und Liebe zum Leben.  Jegliche Anwendung von Gewalt ist daher für uns ausgeschlossen, vielmehr wollen wir durch unser Handeln zu einer Lösung von Konflikten beitragen. Das gilt selbst dann, wenn wir selber mit Gewalt konfrontiert werden. Um eine solche Grundhaltung bemühen sich die Mitglieder von IWPS in allen ihren Beziehungen, sei es in Palästina oder in ihren Heimatländern.

Wir wissen, dass Widerstand viele Formen annehmen kann, und wir möchten mit allen Personen und Gruppen zusammenarbeiten, die mit uns den gewaltfreien Weg gehen wollen.

Wichtig ist uns dabei:

v     die Rücksicht auf alle Beteiligten. Da es uns um Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit geht, sollen mit einer jeweiligen Lösung alle Beteiligten leben können.

v     Niemand, mit dem wir zu tun haben, soll in seinen menschlichen Gefühlen oder in seiner Würde verletzt oder entwürdigt werden; dadurch würden Konflikte vertieft und verfestigt werden. Durch unser eigenes Mensch-Sein sind wir mit den anderen verbunden und bemühen uns um Verstehen und Mit-leiden, auch dann wenn wir mit konkreten Handlungsweisen nicht übereinstimmen.

v     Die Frage, ob es im jeweiligen Fall angezeigt ist, einzugreifen oder nicht einzugreifen, braucht viel Sensibilität . Einerseits kann Nicht-Eingreifen die Gewalt bestärken. Andererseits wollen wir niemanden Schaden zufügen, sondern zur Konfliktlösung beitragen.  Die Konsequenzen unseres Handelns müssen bedacht werden.

v     Wir tragen keine Waffen zum eigenen Schutz, weil das unserem Verständnis von Gewaltfreiheit widersprechen würde. Wir wollen auch niemanden bedrohen. Die Mittel, derer wir uns bedienen, haben mit dem Ziel zu tun, für das wir uns einsetzen; und wir glauben nicht, dass Gerechtigkeit und Frieden oder wirkliche Sicherheit durch gewaltsame Mittel erreicht werden können. Wir dürfen auch nicht als Vorwand für Gewaltanwendung missbraucht werden.

v     Es ist uns bewusst, dass Gewalt und Druck auf andere auch verbal oder psychologisch ausgeübt werden kann. Auch darauf wollen wir verzichten.

Umweltpolitik von IWPS

Alle mit IWPS verbundenen Freiwilligen und Langzeitvolontärinnen sollen zu allen Zeiten, nicht nur während ihres Einsatzes, eine umweltbewusste und nachhaltige Lebensweise praktizieren. Manche Praktiken von IWPS sind tatsächlich nicht umweltfreundlich, weil es keine andere Möglichkeiten gibt. So müssen wir z.B. für den Transport von uns nach Israel/Palästina das Flugzeug benützen.  Zum Ausgleich versuchen wir, dass wir sonst möglichst wenig fliegen.

Holz, Papier und Plastik.

v     Wo es geht verwenden wir Recyclingpapier und -holz.

v     Für Notizen benützen wir gebrauchtes Papier oder beschreiben doppelseitig.

v     Beim Einkaufen verwenden wir Einkaufstaschen und versuchen somit die zahlreichen Plastiktüten auf ein Minimum zu reduzieren.

Fortbewegung.

v     Wir benützen nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel oder gehen zu Fuß.

v     Wenn wir umweltschädliche Verkehrsmittel wie den Luftverkehr benützen müssen,  sind wir uns der verbrauchten Kilometer bewußt und bemühen uns, diese anderswo einzusparen.

Allgemeingüter.

v     Erde, Luft und Wasser sind lokal und global gesehen für alle Menschen da und auch kommende Generationen haben ein Anrecht darauf.

v     Unbeschadet gesundheitlicher und hygienischer Erfordernisse sind wir möglichst sparsam im Gebrauch von Wasser (Duschen, WC-Spülung)

v     Beim Entsorgen von Problemstoffen achten wir darauf, keine Umweltschäden anzurichten, und organischen Abfall der Verwertung als Dünger oder Tierfutter zuzuführen.

v     Plastik und Glas wollen wir nach Möglichkeit wieder verwerten, und in unserem persönlichen Umfeld auf Sauberkeit und Sicherheit achten.

Energie.

v     Wir wollen den Verbrauch fossiler Energiequellen reduzieren, und uns für den Ausbau und die Finanzierung von Sonnenenergieanlagen einsetzen.

Lebensmittel und Landwirtschaft.

v     Wir setzen uns für den Gebrauch von lokalen und organischen Produkten ein und lehnen wo immer möglich den Konsum importierter Lebensmittel ab. Ein paar selbstgezogene Küchenkräuter können auch unser Umweltbewusstsein frisch erhalten.

v     Wir werden auch weiterhin die örtlichen Bauern unterstützen, die nachhaltige Schaf- und Olivenwirtschaft betreiben  und sich gegenüber einer von Israel betriebenen industriellen Intensivwirtschaft schwer durchsetzen können.

v     Wo israelische Siedler oder Verteidigungstruppen Olivenhaine zerstören oder eine Verunreinigung von Wasser oder Erdreich verursachen, können wir durch gewaltlosen Widerstand ganz handgreiflich zur Bewahrung der Umwelt beitragen.