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IWPS-Palästina ist ein 3-Jahres-Projekt führt ab August 2002 ein internationales Frauen-Friedenshaus in Hares/Salfit/Palästina, mit geschulten Frauen aus der internationalen Zivilgesellschaft. IWPS beobachtet, dokumentiert und veröffentlicht Menschenrechtsverletzungen und interveniert gewaltfrei, um Menschenrechtsverletzungen zu stoppen versuchen. Außerdem unterstützen und fördern sie gewaltfreien Widerstand gegen die illegale Militärbesatzung der Westbank und Gazas. IWPS möchte einen Grundstein in gewaltfreier Konfliktlösung legen.16 Frauen aus 8 Ländern bilden das Team von IWPS und werden drei Monate im Jahr (jeweils zu viert) über mindestens drei Jahre hinweg vor Ort aktiv sein.
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Erster Jahresbericht von IWPS-Palästina August 2002 - August 2003

Zusammenfassung

Das erste Projektjahr hat zur erfolgreichen Einrichtung des Internationalen Frauen-Friedensdienstes IWPS in Hares, Salfit/Westbank , geführt. Eine permanente Präsenz von internationalen Frauen konnte trotz Einreiseverweigerung für drei Friedensaktivistinnen gewährleistet werden. Teammitglieder, ergänzt mit Volontärinnen, standen der lokalen Bevölkerung als Service zur Verfügung, um als internationale Augenzeugen an Straßensperren und Checkpoints, und dort, wo durch israelische Siedler oder die israelische Besatzungsarmee Menschenrechtsverletzungen passierten, zu beobachten. Wir machten es uns zur Methode, regelmäßig Menschenrechtsberichte über Verhaftungen, Hauszerstörungen und andere Gewaltanwendungen zu verfassen, die an Menschenrechtsorganisationen weitergeleitet wurden. Wir dokumentierten und unterstützten gewaltfreie Aktivitäten der Palästinenser gegen die Militärbesatzung des palästinensischen Landes und beteiligten uns an Friedenscamps im Widerstand gegen den Bau der Apartheidmauer. Zahlreiche Berichte, Fotos und Videos wurden aufgenommen und Präsentationen erstellt. Wir arbeiteten in Kooperation mit verschiedenen palästinensischen und israelischen NGOs, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, in der Bemühung um kreative Zusammenarbeit. Eine Homepage wurde gewartet, die unsere Arbeit und unsere Berichte in einfacher Form und in verschiedenen Sprachen der Öffentlichkeit zugänglich macht. Da die Belagerung gegen die Palästinenser weitergeht und durch den Bau der Apartheidmauer vielen Dörfern Land und Wasserquellen entzogen werden, sind die Palästinenser in einer verzweifelten Lage und unsere Präsenz wird noch notweniger und geschätzter. Wir starten unser zweites Jahr mit mehr Erfahrung und weiterer Bindung an unsere Ziele.

Die Aufgaben/Ziele von IWPS-PALÄSTINA

  • Ausbildung und Verwirklichung eines internationalen Frauenteams zur Arbeit in Hares/Palästina.
  • Erstellen schriftlicher und fotografischer Dokumentationen von Menschenrechtsverletzungen in Hares und den umliegenden Dörfern (Salfit Governate) und deren Weiterleitung an Menschenrechtsorganisationen.
  • Entwicklung eines Dorfprofils, das die Auswirkungen der Besatzung auf das Leben der Bevölkerung aufzeigen soll.
  • Zusammenarbeit mit Presse und anderen Medien, um diese Dokumente, Berichte und Profile mittels Internet und anderen technischen Mitteln zu verbreiten.
  • Stetiger Aufruf an Israel, die Besatzung zu beenden, sich sowohl an internationales Recht, als auch an UN-Resolutionen zu halten und zu erkennen, dass Gerechtigkeit der Grundstock für Frieden darstellt.
  • Gewaltfreie Intervention, wo Menschenrechte verletzt werden - sei es von Israelis, Palästinensern oder Internationalen.
  • Wo es möglich ist, der zivilen Bevölkerung Schutz bieten, die ihrem täglichen Leben friedlich nachgehen will.
  • Beteiligung an gewaltfreiem zivilem Widerstand, den bevorzugten internationalen Status nutzend, um Menschenrechtsverletzungen, wie zum Beispiel illegale Landenteignungen und Zerstörungen, zu verhindern
  • Unterstützung von palästinensischen und israelischen Friedensbewegungen in ihrem gewaltfreien Widerstand.
  • Entwicklung eines Modells für weitere IWPS-Projekte in anderen Konfliktregionen.

Personal

Von Februar bis Juli 2002 bewarben, interviewten und akzeptierten die Gründerinnen des Projektes aus vielen Bewerbungen 16 Teammitglieder aus 8 verschiedenen Ländern. Im Juli 2002 nahmen die 16 Frauen an einem zweiwöchigen Kurs in Norfolk/England teil, der vom "Scottish Centre for Nonviolence" und "Responding to Conflict" angeboten wurde. Am 6. August trafen die ersten zwei Teammitglieder (TM) in Hares ein, um das Haus für die nächsten zwei Frauen, die kurz darauf eintrafen, und zum Beginnen der Arbeit vorzubereiten.

Während des Jahres leistete jedes Teammitglied (im Folgenden kurz TM genannt) etwa drei Monate Dienst vor Ort. Im Laufe des Jahres sind drei TM aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. In der Zwischenzeit wurden Volontärinnen angeworben, die die Arbeit der TM ergänzen. Die Volontärinnen, die für einige Monate erfolgreich in Hares mitarbeiteten und am zweiten Training im August 2003 in England teilnehmen konnten, wurden als TM ins Team aufgenommen.

Um unser zweites Jahr (August 2003) vor Ort zu starten, haben wir derzeit 14 TM (4 aus den USA, 3 aus Kanada, 3 aus GB, und je eine aus Italien, Österreich, Schweiz und Südafrika), 6 Langzeitvolontärinnen aus Italien, Japan, den Niederlanden und GB und 29 Volontärinnen (10 aus GB, 10 aus den USA, je eine aus Australien, Bahrain, Belgien, Frankreich, Japan, Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien).

Ein Großteil unserer Arbeit erfordert, den israelischen Siedlern oder der Besatzungsarmee und deren Menschenrechtsverletzungen gegenüberzustehen, sowohl an ihre Menschlichkeit zu appellieren als auch daran, von Gewalt Abstand zu nehmen.

Da wir bei den israelischen Behörden bekannter werden, wurden wiederholt Frauen unseres Teams festgenommen oder ihnen die Einreise nach Israel verweigert. Drei Teamfrauen wurde der Zugang zur Westbank von israelischen Behörden verweigert. (Eine davon wurde 4 Tage lang festgehalten und ihr während einer Bezirksgerichtverhandlung erklärt, sie sei ein Sicherheitsrisiko. Es wurde ihr keine Chance gegeben, Einspruch gegen die falsche Beschuldigung zu erheben), andere Teammitglieder wurden am Flughafen lange in Gewahrsam genommen, einer Kollegin deren Computer schwer beschädigt. Wir können trotz allem aber die Arbeit und die permanente Präsenz in Hares weiterführen, vor allem durch die wertvolle Hilfe unserer Volontärinnen.

Im August 2003 fand ein Sommertreffen und das zweite Training in GB statt, wo TM und Langzeitvolontärinnen die Chance hatten, das erste Arbeitsjahr zu evaluieren, an Struktur und Richtlinien für das kommende Jahr zu arbeiten und in einem weiteren Kurs mehr Fachkenntnis zu erwerben. Bei diesem Treffen wurde entschieden, die Zahl der TM auf 20 zu erhöhen und erfolgreiche Volontärinnen als Langzeitvolontärinnen anzuwerben. Es wurde außerdem entschieden, mehr und gezielt Frauen aus der "Zweiten und Dritten" Welt zu werben und ihnen mit Stipendien die Mitarbeit als Volontärinnen und TM zu ermöglichen.

IWPS in Palästina

IWPS-Palästina hat seine Niederlassung in Hares, Salfit, in der nordwestlichen Westbank. Es ist eine wunderschöne Olivenregion, eine der fruchtbarsten Gegenden in ganz Palästina und hat folglich die höchste Konzentration an illegalen israelischen Siedlungen. Die 22 palästinensischen Dörfer in Salfit sind nun von 45 Siedlungen umzingelt - 17 davon sind faktisch Kolonien mit insgesamt 28 Vorposten. Ariel, eine nur 3 Kilometer östlich von Hares entfernte Siedlung, ist bereits eine Stadt mit 20.000 Einwohnern, einer Universität, Hotel und Einkaufszentrum. Die Siedlung Barqan, 2 Kilometer westlich von Hares, ist ein Industriepark mit 80 Fabriken, die sich teilweise dort niedergelassen haben, weil sie innerhalb Israels Umweltbestimmungen unterworfen wären, die sie in der Westbank ignorieren können. Vieles - von Wein bis zu Computerzubehör - wird in Barqan hergestellt.

Die Siedlungen sind miteinander und mit Israel durch ein Netz von Umgehungsstraßen, in Palästina als "Siedlerstraßen" bekannt, verbunden. Diese Straßen, die sich permanent ausweiten, ziehen sich durch palästinensisches Land, das vom Militär im Namen der "Sicherheit" von den Dörfern enteignet wurde. Einmal fertiggestellt, dürfen dort normalerweise keine palästinensischen Autos fahren, und Palästinenser, die auch nur darauf gehen, werden manchmal verhaftet. Seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 wurden so gut wie alle Dorfeinfahrten mit Straßensperren aus Erdhaufen, Steinen, Fels- und Zementblocks verbarrikadiert. Die Militärcheckpoints haben sich vervielfacht. Die Dörfer werden mehr und mehr voneinander und den Städten Nablus, Ramallah, und Salfit abgeschnitten, damit auch von den Hauptzentren für Arbeit, Bildung, medizinische Versorgung und Einkaufen in der Region.

Beobachtung und Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen

IWPS-Palästina hat auf über 100 Anfragen reagiert, um Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen und zu dokumentieren. Darunter waren Berichte über Hauszerstörungen, Verhaftungen, Besetzung von Wohnhäusern durch Militär, Militärinvasionen in Dörfern, Schießereien sowie über das Schlagen und Töten von Palästinensern durch Siedler und israelische Soldaten.

IWPS wurde oft selbst Augenzeuge von Menschenrechtsverletzungen. Die Informationen wurden sorgfältig dokumentiert und an Menschrechtsorganisationen in Israel und Palästina weitergeleitet. Diese Organisationen verwendeten manchmal diese Berichte und baten um mehr Informationen oder Weiterverfolgung mancher Fälle. Im Laufe des Jahres haben wir 73 Menschenrechtsberichte ausgesandt. Siehe Anhang 1 und 2 für weitere Informationen.

IWPS-Palästina half, über zwei Duzend Männer in Gefängnissen zu lokalisieren, die von der israelischen Besatzungsmacht (Militär, Polizei, Grenzpolizei) festgenommen wurden, begleitete Familien, um Kleider zu Gefangenen zu bringen, verhandelte mehrmals für verhaftete Kinder und Jugendliche, damit den Eltern das Besuchsrecht gewährt wurde, und vernetzte die Einheimischen mit diversen lokalen Organisationen, die freien Rechtsservice anbieten.

Bewegungsfreiheit

IWPS-Palästina war regelmäßig als Beobachtungsgruppe am Checkpoint Huwara an der Hauptstraße nach und von Nablus, und am Checkpoint Zatara, der Hauptkreuzungspunkt ist für Leute, die von Nord nach Süd und von West nach Ost reisen. Checkpoints sind Orte der Demütigung und Belästigung und sehr oft auch Orte von Gewalt und groben Menschenrechtsverletzungen. Das Verhalten der Soldaten wird beobachtet, und IWPS-TM und Volontärinnen sprechen mit den wartenden Läuten über verschiedene Aspekte ihres Lebens. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit der israelischen Frauenorganisation "Machsom Watch" durchgeführt.

Arbeit in Dörfern

IWPS-Palästina wurde in viele andere Dörfer außer Hares gerufen, um Schutz zu gewährleisten. Im Herbst 2002 waren die Dorfbewohner von Yasouf mit Olivendiebstahl konfrontiert und wurden durch bewaffnete und gewalttätige Siedler aus Tapuach am Zugang zu ihrem Land gehindert. IWPS Palästina sorgte über einen Monat für internationale Präsenz und unterstützte das Dorf in einigen größeren erfolgreichen gewaltfreien Aktion im Widerstand gegen Einschüchterungen.

Auch das Dorf Yanoun erfährt solch gewaltsame Einschüchterung durch Siedler. Diese haben einen palästinensischen Bauern getötet und einige schwer verletzt, den Stromgenerator des Dorfes zerstört und die Dorfquelle verschmutzt. Zahlreiche Ereignisse dieser Art, trieben das ganze Dorf im September 2002 zur Flucht. IWPS Palästina half zusammen mit israelischen und internationalen Friedensgruppen eine permanente internationale Präsenz zu gewährleisten und den verängstigten Dorfbewohnern die Rückkehr in ihre Häuser wieder zu ermöglichen.

Schutz wurde im Sommer 2003 auch Qarawat Bani Zeid geboten, einem Dorf, das ständig von Militär heimgesucht wird und das von zahlreichen Schießereien und auch von der Ermordung einiger Dorfbewohner betroffen war. Viele andere Dörfer suchten nach Hilfe und erhielten Unterstützung, darunter auch Sawiye, wo Siedler die Wasserleitungen blockiert hatten und die Quelle für sich aneignen wollten, und Mas'ha - wo die Apartheidmauer gebaut wird und IWPS-Palästina sich bei der Gründung eines Friedenscamps mitbeteiligte (mehr Details siehe unten).

Kampagne Olivenernte 2002

Im Jahr 2002 wurden die palästinensischen Bauern mit einem Desaster konfrontiert Die totale militärische Wiederbesetzung der Westbank bedeutete Checkpoints, Straßensperren, militärische Sperrgebiete, Ausgangssperren und zunehmende Zerstörung weiter Flächen bebauten Landes aus "Sicherheitsgründen". Die Siedlergewalt hatte stark zugenommen und die Ereignisse reichten von Diebstahl der Oliven und landwirtschaftlicher Geräte bis zum Verbrennen und Vergiften der Bäume. IWPS arbeitete mit einigen palästinensischen, israelischen und internationalen Friedensgruppen zusammen, um die Bauern zu unterstützen und jene Bauern zu begleiten, die sich auf ihr Land wagten, dies zu dokumentieren und ihre Notlage publik zu machen. Zwei Gründe sprechen für den dringenden und überlebenswichtigen Zugang zum eigenen Feld. Einerseits ist die Olivenernte in der sich ständig verschlechternden Wirtschaft die grundlegende Einkommensquelle und Nahrung, andererseits ist es genauso wichtig für die Bauern, in zwei Jahren wieder auf ihr Land zu gelangen, das permanent von Enteignung bedroht ist. Unter israelischem Gesetz (in Verwendung eines alten Ottomanischen Gesetzes zu ihrem Vorteil) kann jedes palästinensische Land, das für drei Jahre nicht bewirtschaftet wird, konfisziert werden, was auch sehr oft passiert. Nach Internationalem Recht ist dies illegal!

Im August 2002 wurden IWPS-Volontärinnen geworben, sich an der 'Olive Harvest Campaign' (im Folgenden kurz OHC genannt) zu beteiligen. Durch die örtliche Lage von IWPS und die bereits entstandenen Kontakte wurde IWPS gleichzeitig regionaler Koordinator für Volontäre des ISM-Ernteprogramms.[1]

Im Einklang mit ihrem Mandat, hat IWPS mit lokalen palästinensischen Organisationen zusammengearbeitet und eine Koordinationsgruppe eingerichtet, die verantwortlich war, jenen Bauern Unterstützung anzubieten, die am meisten in Gefahr waren, und gleichzeitig die Verteilung der Volontäre in den jeweiligen Gebieten zu organisieren. Volontäre wurden in Familien untergebracht. Jeder Volontär leistete einen Beitrag von $10,-- pro Nacht, von dem $7,70 an die jeweilige Familie gegeben wurde, um die angefallenen Kosten zu decken. Die Mitglieder des Koordinationsgremiums waren Repräsentanten der Palestinian Peasant's Union, der Palestinian Police Force, des District Coordinating Liaison und des palästinensischem Landwirtschaftsministeriums. Während der Kampagne wurde klar, dass diese Organisationen fast ausschließlich an die Fatahpartei gebunden sind und dass in Folge daraus, meist nur Kontakt zu den der Partei angehörenden Dorfbewohnern bestand. In der Bemühung dies zu korrigieren hat IWPS/ISM den Fokus von der Begleitung individueller Bauern auf Gefahrengebiete verschoben und zum Beispiel die Felder entlang einer Siedlung oder einer Umgehungsstraße abgedeckt.

Viele der internationalen Volontärinnen haben zahlreiche Berichte geschrieben und Interviews gegeben; darunter den Zeitungen LA Times, Ha'aretz, Die Standard - online, Publik Forum; Fernsehsendern wie CBC, Israel Channel 2, Al Jazera und die Radiosender NPR, Pacifica und CNN. Israelische Medien zeigten ein großes Interesse, da viele israelische Volontäre teilnahmen.

Als Folge eines extremen Vorfalles von Siedlergewalt im Dorf Yasouf, schaffte es die OHC beim israelischen Besatzungsmilitär, die Versicherung zum Schutz der Bauern durchsetzen, indem auf deren (IDF's) Rolle hingewiesen wurde, alle Zivilisten gleichberechtigt zu schützen. Obwohl dies faktisch die Erklärung des Palästinensischen "Rechtes auf Eigentum und Zugang dazu" in Kraft setzt, werden die Bauern oft mit anderen Auslegungen gezwungen, das Gebiet "zu ihrer eigenen Sicherheit vor den Siedlern" zu verlassen.

Insgesamt hat die OHC für 38 Tage in 10 Dörfern des Bezirkes Salfit gearbeitet und zwar mit 29 "eigenen" Volontären und 120 weiteren internationalen, palästinensischen und israelischen Helfern anderer Organisationen. Eine anschließende Befragung von 40 Bauern und Rückmeldungstreffen der Koordinationsgruppe haben gezeigt, dass die OHC im gesamten erfolgreich dazu führte, Bauern den Zugang zu ihrem Land zu verbessern, die Bauern auf die Anwesenheit von IWPS, ISM und anderer Organisationen aufmerksam zu machen und deren Bindung für einen gewaltfreien Einsatz für Gerechtigkeit und Freiheit. Kritikpunkte und Verbesserungs-vorschläge des OHC-Prozesses wurden ordnungsgemäß festgehalten und ins Evaluationsverfahren aufgenommen, um sich für die Kampagne im nächsten Jahr gut vorzubereiten. Der Gesamte "Olivenerntebericht" ist in Englisch verfügbar und bald auch in Arabisch.

Kampagne Apartheidmauer

Der Bau der Apartheidmauer - die Israel beschönigend Sicherheitszaun nennt - begann im Juni 2002. Wenn die Mauer fertiggestellt wird, wird sie im westlichen Teil 360 Kilometer lang sein und eine Gesamtlänge von 700 Kilometern erreichen.

Die israelische Regierung erklärt, die Mauer werde aus "Sicherheitsgründen" gebaut. Man muss allerdings nur sehen wo und wie die Apartheidmauer gebaut wird, um den wahren Hintergrund zu verstehen - mehr Land und Wasserressourcen der Westbank zu nehmen, Gemeinschaften zu zerstören, indem man sie von fruchtbarem Ackerland, Handelszentren, Bildung, Gesundheitswesen und Arbeit abtrennt und illegale Siedlungen nach Israel annektiert. Die Apartheidmauer wird zur weiterer Gettoisierung der Westbank führen und die Möglichkeit eines lebensfähigen Staates Palästina unmöglich machen.

Schon im September 2002, einige Wochen nachdem sich IWPS gerade in Hares niedergelasssen hatte, wurden wir in die Dokumentation, Berichterstattung und Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinschaften und palästinensischen, israelischen und internationalen Aktivisten gegen den Mauerbau involviert. Eine offizielle Kampagne unter der Schirmherrschaft von PENGON (Palestinian Environmental NGO Network) wurde im Oktober 2002 gestartet. IWPS nahm an der Kampagne teil und unterhielt weiter ihre Bemühungen zur Unterstützung der örtlichen Aktivitäten, initiiert von Städten und Dörfern wie Falamia, Jayous und Qalqilya. Einige der Gemeinden, die durch die erste Phase des Mauerbaus verwüstet wurden.

Die Ankündigung der zweiten Bauphase der Apartheidmauer durch Ariel Sharon erfolgte im März 2003. Dieser weitere Verlauf soll tief in die nordwestliche Westbank schneiden und mehrere illegale Siedlungen einverleiben. Einige dieser Siedlungen liegen in der Nähe von Hares, wie zum Beispiel Revava, Imanuel, Qedumim und Ariel. Dann soll die Mauer Richtung Süden verlängert werden, Bethlehem und Hebron umrunden. Der neueste Vorschlag ist ein östlicher Teil der Mauer entlang des Jordantales. Die ganze Westbank wäre dann eingemauert und mehrmals durchtrennt.

Nach einer Demonstration gegen die Landzerstörung im Nachbardorf Mas'ha, das 98% seines Landes an die Mauer verliert, traf sich IWPS mit den einheimischen Bauern, Politikern und palästinensischen, israelischen und internationalen Aktivisten, um nach Möglichkeiten zu suchen, den gewaltfreien Widerstand gegeuszuweiten und zu verstärken.

In einem Vorschlag, der zur Diskussion vorgelegt wurde, äußert IWPS, dass die Anti-Apartheidmauer-Kampagne zwar die Dörfer und Gemeinden in ihrem Widerstand gegen die Mauer und seine Auswirkungen gut unterstützt, allerdings diese Abwehr nicht genug im Kontext mit der Besatzung kommuniziert und das eigentliche Ziel des Mauerbaus nicht effizient an die Welt weitervermittelt wird. Um dem nachzukommen, schlug IWPS vor, dass die Kampagne die Arbeit vor Ort stützt, sich nicht auf ein Gebiet fixiert, mehr Hauptmedien und alternative Medien involviert, die notwendigen Verbindungen zu Anti-Kriegs-, Umwelt- und Anti-Globalisierungsnetzwerken herstellt und sich auf Humanitäres und Internationales Gesetz stützt.

Um einige dieser Ziele zu realisieren, haben Bauern und ihre Familien, örtliche Politiker, palästinensische, israelische und internationale Aktivisten am 5. April 2003 in einem Olivehain von Mas'ha ein Friedenscamp errichtet

Trotz Belästigungen und Drohungen durch die Bauunternehmer und Bauarbeiter der Apartheidmauer und der Sorge um die Auflösung des Camps durch das israelische Militär, konnte das Friedenscamp weiter bestehen. Es wurde zum Treff- und Organisationszentrum für tausende Menschen - Palästinensern aus anderen Städten und Dörfern, Politiker und internationale Repräsentanten, lokale und internationale Journalisten sowie palästinensische, israelische und internationale Friedensaktivisten, die enge Verbindungen schafften. Das Mas'ha Camp wurde der Mittelpunkt für viele Anti-Apartheidmauer-Aktivitäten, wie zum Beispiel:

  • Kundgebungen
  • drei Openair-Ausstellungen
  • Kunstinstallationen, Gedichtelesungen und andere Kulturevents
  • Bemühungen um Ausweitung der Kampagne durch Demonstrationen in anderen Gebieten der Westbank wie Ramallah, Qalqilya und Jenin.

IWPS, israelische und internationale Frauenorganisationen begannen auch, sich mit dem Frauenclub von Mas'ha und anderen Dörfern wie Kufr Thulit und Habla zu treffen, um über Projekte wie Bäckereien zur Erleichterung der wirtschaftlichen Notlage durch die Mauer zu sprechen und den Frauen weiterzuhelfen.

Noch viel Arbeit steht bevor. Vor Januar 2004 will IWPS mit besonderem Einsatz gegen die zweite Bauphase der Mauer arbeiten, da unser Dorf und die Nachbardörfer Kifl Hares, Deir Istia, Marda und Qira stark beeinträchtig werden. Das Land unserer Hausfamilie, ihr Heim und somit auch die Wohnung des "Frauen-Friedens-Hauses" wird womöglich zerstört werden, da die Mauer um uns herum gebaut werden soll. Aber nicht ohne Auflehnung! IWPS wird weiterhin gegen die Apartheidmauer ankämpfen und neue Wege finden, der Welt mitzuteilen, was die Mauer für das palästinensische Volk bedeutet. Eine Dokumentation über die Mauer ist im Entstehen, und wir planen mit PENGON ein Foto- und Videoarchiv herzustellen. In welcher Form auch immer, wir werden weiter daran arbeiten, aus der Kampagne gegen die Apartheidmauer einen wichtigen Teil unseres Bestrebens für einen gerechten Frieden und ein Ende der Besatzung in Hares, dem Rest der Westbank und in Gaza.

Vernetzung und Unterstützung von palästinensischen und israelischen NGOs

Mit folgenden Organisationen sind wir in Verbindung: Addameer, Al Haq, AI Middle East, B'tselem, Hamoked, International Committee of the Red Cross, Jerusalem Center for Human Rights, Law Society, Mandela, Palestinian Human Rights Monitoring Group, Public Committee Against Torture in Israel, Rabbis for Human Rights. Wir schicken ihnen Menschenrechtsberichte wenn sie relevant sind und kontaktierten sie für Informationen über Gefangene oder andere Belange. Wir arbeiten mit Gruppen aus Palästina und Israel zusammen, die gewaltfrei versuchen, Gewalt in Israel/Palästina zu mindern, die von der illegalen Militär- und Siederbesatzung in der Westbank verursacht wird. Unter diesen Organisationen sind Bat Shalom, Gush Shalom, International Solidarity Movement, Pengon, Rabbis for Human Rights and Ta'ayush.

Publikationen und andere Mittel:

IWPS-Palästina veröffentlichte eine ganze Reihe von Informationen, einschließlich laufende IWPS-Berichte (durchschnittlich 3 pro Monat) und Menschenrechtsberichte (durchschnittlich 2 Verhaftungsberichte und 3 Ereignisberichte pro Monat). Diese Berichte werden auf unserer Homepage veröffentlicht und eine Auswahl an IWPS Unterstützer gesandt, die sich auf unserer Liste per E-Mail eingeschrieben haben

Englische Berichte: iwps-pal-reports-subscribe@lists.riseup.net.

Deutsche Berichte: iwps-berichte-subscribe@lists.riseup.net

Eine Zusammenfassung der Berichte ist im Anhang 1 und der ganze Überblick im Anhang 2 zu finden.

Verschiedene Audio-visuelle Mittel wurden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

In Deutsch und Englisch:

  • "Ein Einblick in Salfit" ist eine 45-minütige PowerPoint-Präsentation über die Auswirkungen der israelischen Militärbesatzung auf das Landleben in den Dörfern von Salfit/Palästina, basierend auf der Erfahrung der Frauen von IWPS.

In Englisch:

  • "The Apartheid Wall" is a 60-minute Power Point presentation that demonstrates, through an analysis of Israeli expansionist policies in the Occupied Territories and by focusing on the issue of the settlements, that the so called "security fence" is not about security but about annexation, transfer and apartheid and that it precludes the creation of a viable independent Palestinian state. It concludes by presenting some examples of Palestinian non-violent resistance and by suggesting campaigning initiatives.
  • "The Right to Education" is a 20-minute video that explores the systematic denial of the right to education. The Israeli military occupation is shown disrupting the functioning of the Palestinian educational system by a variety of measures including curfews, checkpoints and roadblocks that prevent students along with teachers from reaching schools and universities, constant closures of universities, and the bombing and gassing of schools.

IWPS-Palästina hat eine Homepage: www.iwps.info, auf der Berichte, Fotos und Landkarten archiviert werden und für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Viele der Dokumente sind ins Arabische, Deutsche, Französische, Hebräische, Italienische und Japanische übersetzt

Geldmittel und Jahresabrechnung

Wir befinden uns in einer ziemlich vernünftigen finanziellen Position und haben genug Mittel, um etwa die nächsten sieben Monate Arbeit abzudecken. Wir bemühen uns darum, mindestens weitere 17 Monate Projektarbeit finanziell sicherzustellen, um uns dann auf Langzeitdeckung zu konzentrieren, denn es sieht ganz danach aus, dass das Projekt über die ursprünglich geplanten drei Jahre hinausreichen wird. Im Anhang befindet sich unser neu gegliedertes Budget (Anhang 3) und die Jahresabrechnung (Anhang 3)

Gesamtausgaben bis dato: £47,887Gesamteinkommen bis dato: £93,140
Derzeitiges Nettovermögen beläuft sich auf: £45,253 (Bank £40,505; Einrichtung £4,748)

Einkommen aus den folgenden Quellen bis dato:
Subventionen:£46,311 = 50%
AusGB £37,907
US £3,105
Kanada £5,299
Einzelspenden:£36,223 = 39%
AusGB £17,126
US £3,349
Europa £10,785
Kanada £3,785
Hares £1,178

Basierend auf den monatlichen Durchschnittsausgaben und in Rücksicht auf die zusätzlichen Forderungen des neuen Budgets hat IWPS-Palästina noch ausreichend Mittel für die nächsten 7 Monate. Weitere finanzielle Unterstützungen sind aber sehr willkommen.

Anhang 1 : Erläuterungen zu den verschiedenen Berichte, von IWPS herausgegeben

Bericht TypErklärungVorlage Verteilung
Menschenrechtsberichte

Verhaftungsberichte

- nur in Englisch!
Jede Verhaftung, die wir beobachten (wo immer in den besetzten Gebieten) oder über jene wir im Bezirk Salfit persönlich informiert werden Ja

(Ausgesendet ohne persönliche Details. Namen und andere Daten werden in einer separaten Liste geschützt).
Bei Auftreten 1) Homepage (Fotos und Text separate)

2) IWPS-volunteers Liste

3) Menschenrechtsorganisationen (gespeichert als "Verhaftungs-berichtempfänger)
Hauszerstörungsberichte Berichte über Hauszerstörungen und Zerstörungsbefehle Ja

(Ausgesendet ohne persönliche Details. Namen und andere Daten werden in einer separaten Liste geschützt).
Bei Auftreten 1) Homepage (Fotos und Text gesondert)

2) IWPS-volunteers Liste

3) Menschenrechtsorganisationen (gespeichert als "Haus-zerstörungsberichtempfänger")
Ereignisberichte Jedes Ereignis politischer Gewalt, oder Gewalt, die durch die israelische Besatzung verursacht ist. Ja

(Ausgesendet ohne persönliche Details. Namen und andere Daten werden in einer separaten Liste geschützt).
Bei Auftreten 1) Homepage (Fotos und Text gesondert)

2) IWPS-volunteers Liste

3) Menschenrechtsorganisationen (gespeichert als "Ereignisberichtempfänger")
IWPS Hausberichte Allgemeine Berichte von Aktivistinnenen des Hausteams, im Kontext mit der israelischen Besatzung. Mit Bildern. Ja Mindestens ein Bericht in zwei Wochen 1) Homepage (Fotos und Text separat)

2)Text an Kate oder Barbara für den Riseup-Verteiler
Presseaussendungen Presseaussendungen über bestimmte Ereignisse. In Arbeit Bei Auftreten 1) Homepage (Fotos und Text separat)

2) IWPS-volunteers Liste

3) Relevante Presse.
Zeugnisberichte Sammlung von Lebenserfahrungen unter der Besatzung. Ja Bei Auftreten 1) Homepage (Fotos und Text separat)

2) IWPS-volunteers Liste
Dorfprofile Statistiken und Zustände in Dörfern, in denen IWPS arbeitet - erforscht durch Interviews und in Zusammenarbeit mit Einheimischen. In Arbeit Bei Auftreten 1) Homepage (Fotos und Text separat)

2) IWPS-volunteers Liste.

Anhang 2 - Übersicht der Berichte im Jahr August 2002 - August 2003

IWPS Berichte (House Reports):

Auflistung von 40 geschriebenen und 26 (an die englische Liste) ausgesendeten Berichten
(monatlicher Durchschnitt 3,3 geschrieben 2,1 ausgesendet).

House ReportsGeschrieben und auf der HomepageAn die englische Datenbank gesendet (Klammer: dt. Datenbank)
August 200274 (1)
September 200283 (4)
Oktober 200244 (2)
November 200262 (0)
Dezember 200210 (2)
Januar 200311 (1)
Februar 200321 (0)
März 200300 (0)
April 200344 (2)
Mai 200300 (2)
Juni 200322 (2)
Juli 200355 (4)

Nachfolgend die komplette Liste der IWPS Berichte. Alle Berichte sind auf unserer Homepage veröffentlicht. In Klammer sind die deutschen Titel, wenn übersetzt. Die Berichte mit dem Sternchen wurden an die Englische Datenbank gesendet.

August

Rep.1. *Children of the Intifada (Kinder der Intifada)

Rep.2. *The Craziness of the Occupation (Die Verrücktheit der Besatzung)

Rep.3. *The Return of the Red Cross - The Village Engages in Nonviolent Resistance (Die Rückkehr des Roten Kreuzes)

Rep.4. Keeping them Down (Sie unterdrückt halten)

Rep.5. *Excerpts from an Interview with Issa Samander, President of the Land Defence Committees, Ramallah

Rep.6. Ta'yush Tries to Break the Siege (Ta'yush versucht die Belagerung aufzuheben)

Rep.7. Who is terrorizing Who? (Wer terrorisiert wen?)

September

Rep.8. *The Consequences of Being Wanted

Rep.9. *Land and Water Theft in Falame and Jayus

Rep.10. Collecting the Fruits of the Land (Sammeln der Früchte des Landes)

Rep.11. Palestinian Prayer for Justice (Palästinensisches Gebet für Gerechtigkeit)

Rep.12. The Right to Education

Rep.13. Oiling the Wounds

Rep.14. Death and Life under the Israeli Occupation

Rep.15. *Meanwhile ? other news (Währenddessen ? andere Nachrichten)

Oktober

Rep.16. *Whose Rights, whose Olives? More on Settler Violence from Salfit (Wessen Rechte, wessen Oliven)

Rep.17. *Bombed out! For what Reason (Ausgebombt! Aus welchem Grund?)

Rep.18. *Today you?..Won! (Heute ... habt ihr gewonnen)

Rep. 19. *The Future of Yanun (Die Zukunft von Yanoun)

November

Rep.20. A Thief Locks his Door

Rep.21. Jayous Resists, But is it too Late?

Rep.22. *No Way Out (Kein Weg führt hinaus)

Rep.23. Did you say Apartheid? (Sagten Sie Apartheid?)

Rep.24. Kibbutz Metzer and the Effect of the Proposed Israeli ?Security Fence'

Rep.25. *They Cannot Wipe Us Out (Sie können uns nicht ausrotten)

Dezember

Rep.26. Eid in Salfit

Januar

Rep.27. *No Witnesses

Februar

Rep.28. *A War Against Children

Rep.29. No Army can beat a Popular Uprising (Keine Armee kann einen Volksaufstand schlagen)

April

Rep. Between 29 and 30. *Stop the Apartheid Wall (Stoppt die Apartheidmauer)

Rep.30. *Poisoning relations - the experience of one village surrounded by illegal settlements (Vergiftende Beziehungen)

Rep.31. *A New Occupation in Kufr Sur (Eine neue Besatzung in Kufr Sur)

Rep.32. *One month of 24 hour non-violent resistance to Apartheid Wall! (Ein Monat 24h gewaltfreier Widerstand gegen die Apartheidmauer)

Juni

Rep.33. *Beyond the Wall (Jenseits der Mauer)

Rep.34. *Latest land theft is killing us slowly - Report on Deir Ballut and Marda Villages (Der letzte Raub unseres Landes bringt uns langsam um - Bericht über Deir Ballut und Marda)

Juli

Rep.35. *Checkpoints in the West Bank: Lawlessness and Arbitrary Rule (Checkpoints in der Westbank)

Rep.36. *The Village of Zawiya (Das Dorf Zawiya)

Rep.37. *No Arabs, No Terror (Keine Araber, kein Terror)

Rep.38. *Roadblocks, Checkpoints and Parallel Universes (Straßensperren, Checkpoints und parallele Welten)

Rep.39. *The Name of Security - the Plight of the Palestinian Political Prisoners

Arrest Reports (Verhaftungsberichte - nur in Englisch)

Gesamtzahl 26 (monatlicher Durchschnitt beträgt 2.1)

August 20020
September 20026
Oktober 20023
November 20021
Dezember 20026
Januar 20031
Februar 20033
März 20034
April 20031
Mai 20031
Juni 20030
Juli 20030

Alle Arrest Reports wurden an folgende Menschenrechtsorganisationen gesandt:

Addameer, AIC, AI Middle East, Al Haq, B'tselem, CIHRE, Hamoked, Jerusalem Center for Human Rights, Law Society, Mandela, PHRMG, Rabbis for Human Rights.

Alle Arrest Reports haben geänderte Namen und sind auf unserer Homepage nachzulesen.

Ein Arrest Report über die Festnahme von zwei Teammitgliedern und einer Volontärin (Claire, Mariam and Joan) im September '02 und der Bericht über die Festnahme, Verhaftung und Einreiseverweigerung eines weiteren Teammitglieds (Angie) im Januar ?03 wurde mit der Bitte um dringende Aktion an die englische und deutsche Datenbank gesendet.

Incident Reports (Ereignisberichte - nur in Englisch)

Insgesamt 47 (monatlicher Durchschnitt 3.9)

August 20021
September 20026
Oktober 20026
November 20025
Dezember 20024
Januar 20033
Februar 20034
März 20032
April 20033
Mai 20034
Juni 20031
Juli 20031

Alle Incident Reports wurden an folgende Menschenrechtsorganisationen gesandt:-

Addameer, AI Middle East, AIC, Al Haq, B'tselem, CIHRE, Hamoked, Jerusalem Center for Human Rights, Law Society, Mandela , PHRMG, Rabbis for Human Rights.

Alle Incident Reports haben geänderte Namen und sind auf unserer Homepage nachzulesen.

Manche wurde an die englische "Berichte Datenbank? ausgesandt, wie zum Beispiel der Incident Report Nr. 47. Es scheinen auf der Homepage folgende Nummern zu fehlen. Berichte Nr. 12, 18, 19, 22, 28, und 43.

Gesamtliste von Aussendungen an die deutsche und englische Datenbank

Total Deutsche Datenbank =22 (monatlicher Durchschnitt 1,8)

Total Englische Datenbank= 31 (monatlicher Durchschnitt 2.5)

August 2002

Deutsche Datenbank - 1 Aussendung
  • IWPS - ein neues Projekt stellt sich vor + Bericht Nr. 1 "Kinder Intifada
Englische Datenbank - 3 Aussendungen
  • Children of the Intifada (IWPS Report 1)
  • The Craziness of the Occupation; The Return of the Red Cross - The Village Engages in Nonviolent Resistance (IWPS Report 2&3 put together as one)
  • Understanding Israeli Settlement Policy (IWPS Report 5)

September 2002

Deutsche Datenbank - 3 Aussendungen
  • Einladung zum IWPS Benefizabend in Wien + IWPS Bericht Nr. 2&3 "Die Verrücktheit der Besatzung; die Rückkehr des Roten Kreuzes - ein Dorf beteiligt sich an gewaltfreiem Widerstand"
  • Landraub in Hares und Verhaftungen bei IWPS + Hinweis auf Nr. 6 "Ta'ayush versucht die Belagerung aufzuheben" und Bericht Nr. 7 "Wer terrorisiert wen"
  • Währenddessen - andere Nachrichten, IWPS Bericht 15
Englische Datenbank - 4 Aussendungen
  • The Consequences of Being Wanted (IWPS Report 8)
  • Land and Water Theft in Falame and Jayus (IWPS Report 9)
  • Arrest Report on Claire, Mariam and Joan (urgent action)
  • Meanwhile ... other news (IWPS Report 15)

Oktober 2002

Deutsche Datenbank - 2 Aussendungen
  • Wessen Oliven, wessen Rechte, IWPS Bericht Nr. 16
  • Konsequenzen + IWPS Bericht Nr. 18 "Heute haben wir gewonnen".
Englische Datenbank - 5 Aussendungen
  • They started building the wall! (urgent action)
  • Whose Rights, whose Olives? More on Settler Violence from Salfit (IWPS Report 16)
  • Homes Demolished in Salfit (IWPS Report 17)
  • IWPS Team Member and Palestinian Farmers Attacked by Settlers in Olive Grove (IWPS Report 18)
  • Villagers Return to Yanun (IWPS Report 19)

November 2002

Deutsche Datenbank - keine Aussendungen
Englische Datenbank - 3 Aussendungen
  • Thanks for the camera (thanks)
  • No Way Out (IWPS Report 22)
  • They Cannot Wipe Us Out (IWPS Report 25)

Dezember 2003

Deutsche Datenbank - 2 Aussendungen
  • Sie können uns nicht ausrotten + IWPS Bericht Nr. 25 und Hinweise auf IWPS Bericht Nr.23
  • Israel will internationale Augenzeugen loswerden + Bericht über Huwara Checkpoint
Englische Datenbank - keine Aussendungen

Januar 2003

Deutsche Datenbank - 2 Aussendungen
  • Israel will internationale Augenzeugen loswerden + IWPS Bericht 27 "Keine Augenzeugen"
  • Einladung zu IWPS-Veranstaltungen in Wien (Vortrag "Alltag zwischen Macht und Ohnmacht" mit Angie Zelter und Filmvorführung "Keine Zeit für Tränen" mit Maren Karlitzky)
Englische Datenbank - 2 Aussendungen
  • No Witnesses (IWPS Report 27)
  • International Witnesses Needed in Palestine if US Attacks Iraq (alert)

Februar 2003

Deutsche Datenbank - keine Aussendungen
Englische Datenbank - 2 Aussendungen
  • A War Against Children (IWPS Report 28)
  • Petition for Ali's release (petition)

März 2003

Deutsche Datenbank - 2 Aussendungen
  • Petition für Alis Freilassung
  • Während des Krieges im Irak
Englische Datenbank - keine Aussendungen

April '2003

Deutsche Datenbank - 3 Aussendungen ?
  • Erinnerung an den 15-jährigen Ali im Gefängnis + Petition für seine Freilassung
  • Stoppt die Apartheidsmauer (Fakten und Zitate über die Apartheidmauer + IWPS Bericht Nr. 29 "Die Apartheidmauer")
  • Vergiftende Beziehungen - die Erfahrungen eines Dorfes, das von illegalen Siedlungen umzingelt ist (IWPS Bericht 30)
Englische Datenbank - 2 Aussendungen
  • Stop the Apartheid Wall (IWPS Report between 29 and 30)
  • Poisoning relations - the experience of one village surrounded by illegal settlements (IWPS Report 30)

Mai 2003

Deutsche Datenbank - 3 Aussendungen
  • Hinter Mauern kann kein Friede wachsten + IWPS Bericht 31 "Die neue Besatzung in Kufr Sur"
  • Hier brennt der Hut nicht nur die Sonne + Petition gegen den Mauerbau
  • Ein Monat 24h gewaltfreier Widerstand gegen die Apartheidsmauer! (IWPS Bericht 32)
Englische Datenbank - 2 Aussendungen
  • A New Occupation in Kufr Sur (IWPS Report 31)
  • One month of 24 hour non-violent resistance to Apartheid Wall! (IWPS Report 32)

Juni '2003

Deutsche Datenbank - 2 Aussendungen ?
  • Jenseits der Verhandlung + IWPS Bericht 33 "Jenseits der Mauer"
  • Hüben, drüben und dazwischen + IWPS Bericht 34 "Der letzte Raub unseres Landes bringt uns langsam um"
Englische Datenbank - 2 Aussendungen
  • Beyond the Wall (IWPS Report 33)
  • Latest Land Theft Is Killing Us Slowly (IWPS Report 34)

Juli 2003

Deutsche Datenbank - 2 Aussendungen
  • Hungerstreik und Deportationen + Bericht über politische Gefangene + Hinweise auf die IWPS Berichte Nr. 35 "Checkpoints der Westbank", Nr. 36 "Das Dorf Azawiya", Nr. 37 "Keine Araber, kein Terror", Nr. 38 "Straßensperren, Checkpoints und parallele Welten" und den Bericht "Noch eine Beerdigung"
  • Einreiseverbot für Musik und Menschenrechte nach Israel + Brief an Österreichisches Außenministerium
Englische Datenbank - 6 Aussendungen
  • Checkpoints in the West Bank: Lawlessness and Arbitrary Rule (IWPS Report 35)
  • The Village of Zawiya (IWPS Report 36)
  • No Arabs, No Terror (IWPS Report 37)
  • Roadblocks, Checkpoints and Parallel Universes (IWPS Report 38)
  • The Name of Security - the Plight of the Palestinian Political Prisoners (IWPS Report 39)
  • Soldiers Destroy Goods at Qarawa Roadblock (Incident Report No 47)

Anhang 3 IWPS-Palästina Budget

UK£ Budget ? für 2. und 3. Jahr von Aug 2003 bis Juli 2005Kosten (£)Gesamt (£)
Jährliche laufende Kosten
Hares Ausgaben:
Training ? Volontärstraining (£1,700) und Sprachtraining (£1,500) 3,200  
Transport- Teamtransport innerhalb Israel/Palästina (£2,000) 2,000  
Kommunikation ? inklusive 1 Telefon (£1,000), Mobiltelefone (£2,500), Internet (£350) 3,850  
Hares Büro ? inklusive Material wie Papier/Tinte/Disketten (£1,000), Mittel wie Bücher/Videos (£900), publizieren/kopieren/drucken (£100) Einrichtungsinstandhaltung und ?ersatz (£1,500) Hares Büro ? inklusive Material wie Papier/Tinte/Disketten (£1,000), Mittel wie Bücher/Videos (£900), publizieren/kopieren/drucken (£100) Einrichtungsinstandhaltung und ?ersatz (£1,500)  
Hares Büro ? inklusive Material wie Papier/Tinte/Disketten (£1,000), Mittel wie Bücher/Videos (£900), publizieren/kopieren/drucken (£100) Einrichtungsinstandhaltung und ?ersatz (£1,500) 5,750  
Gehälter - Gehälter für Palästinenser wenn erforderlich 1,400  
Rechtliche Vertretung 6,000  
Außergewöhnliche Ausgaben 1,000  
Hares Ausgaben gesamt:   26,700
UK/Europa/N. Amerika Ausgaben
Büroausgaben, Büromaterial, Postgebühren, Fotokopien (£600), Kommunikation (£400) 1,000  
Bank- und Überweisungsgebühren 300  
Living Away From Home Allowances, 5 Team Members und Sekretärsstipend 14,400  
Kranken- und Notfallsversicherung für Teammitglieder 6,000  
Training, inklusive Jahrestreffen/Training/Evaluation für TM?s außerhalb Palästinas 5,000
Reisen, TMs? Flugkosten 13,000  
UK/Europa/N. Amerika Ausgaben gesamt:   39,700
Laufende Kosten pro Jahr gesamt:   66,400
Tatsächliche Kosten für 1. Jahr waren £47,900    
Geschätzte Kosten für 2. Jahr sind £66,400    
Geschätzte Kosten für 3. Jahr sind £66,400    
Gesamt geschätztes Projektbudget ist demnach £180,700    

Anhang 4

IWPS-Palästina Abrechnung 1. Jahr im Vergleich mit Ursprungsbudget

UK£ Budget Budget Alles in £ Differenz
Startkosten im 1. Jahr Abrechnung 1. Jahr
Tatsächl. Kosten
Büroausstattung ? inkl. 4 Computer, Drucker/Fax/Scanner 4,000 4,572 -572
Kameras und digitale Bearbeitungssysteme ? inklusive 4 digitalen Fotokameras und 2 digitalen Videokameras 3,700 3,354 346
Fernseher/Radio 150 38 112
Telefon Festnetzverbindung x2 200 169 31
6 Mobiltelefone, Zusatzkabel und Aufladegeräte 400 452 -52
Hausmöblierung - inklusive Betten, Stühle, Tische, Waschmaschine, Kühlschrank, Herd, Ofen, Regale, Wäsche und Küchenausstattung 2,000 280
Gesamt Startkosten 10,450 10,304 146
Jährliche laufende Kosten
Hares Ausgaben:
Training ? Volontärtraining (£1,700) und Sprachtraining (£1,500) 3,200 266 2,934
Transport- Teamtransport innerhalb Israel/Palästina (£2,000) 2,000 2,163 -163
Kommunikation ? inklusive 1 Telfon (£1,000), Mobiltelefon (£2,500), Internet (£350) 3,850 4,694 -844
Hares Büro ? inklusive Material wie Papier/Tinte/Disketten (£1,000), Mittel wie Bücher/Videos (£900), publizieren/kopieren/drucken (£100) Einrichtungsinstandhaltung und ?ersatz (£1,500) 3,500 1,785 1,715
Hares Haushalt ? inklusive Miete (£3,000), Lebensmittel (£2,000), Strom-, Gas- und Wasserversorgung (£500), Instandhaltung/Reparaturen/Ersetzen von Ausstattung (£250) 5,750 7,376 -1,626*
Gehälter - Gehälter für Palästinenser wenn erforderlich 1,400 30 1,370
Außergewöhnliche Ausgaben 1,000 0 1,000
Hares Ausgaben gesamt: 20,700 16,314 4,386
*inkludiert £1,500 der Miete des 2. Jahres
UK/Europa/N. Amerika Ausgaben
Büroausgaben, Büromaterial, Fotokopien (£600), Kommunikation (£300), Postgebühren(£200) 1,100 1,031 69
Bank- und Überweisungsgebühren 200 115 85
Living Away From Home Allowances für Teammitglieder 12,000 7,388 4,612
Training, inklusive Jahrestreffen/Training/Evaluation für TM?s außerhalb Palästinas 4,000 1,395 2,605
Reisen, TMs? Flugkosten 11,000 11,340 -340
UK/Europa/N. Amerika Ausgaben gesamt: 28,300 21,269 7,031
Außergewöhnliche Ausgaben 5% 2,450 0 2,450
Laufende Kosten pro Jahr gesamt 51,450 37,583 13,867
Gesamtkosten 1. Jahr 61,900 47,887 14,013
Geschätzte Kosten für das 1. Jahr waren £61,900

Die tatsächlichen Kosten allerdings nur £47,887
Überarbeitete geschätzte Kosten für 2. Jahr liegen bei £66,400
Überarbeitete geschätzte Kosten für 3. Jahr liegen bei £66,400
Gesamt überarbeitetes Projektbudget ist demnach £180,700
Überarbeitete Kosten für 2. und 3. Jahr gründen auf Einsparungen in div. Kategorien, Zusatz der rechtlichen Kosten, extra Teammitglieder im Haus sowie Krankenversicherungskosten.



IWPS-Palestine Einkünfte von Februar 2002 bis Juli 2003
Spenden: In £
Spenden Kanada £3,785.09
Spenden Europa £10,758.19
Spenden Hares £1,177.85
Spenden UK:
Daueraufträge £1,598.00
Spenden UK-andere £15,528.41
GESAMT Spenden UK £17,126.41
Spenden US £3,348.80
Warenspenden- £2,560.14
GESAMT Spenden £38,756.48
Subventionen: In £
Subventionen Kanada £5,299.14
Subventionen UK £37,906.57
Subventionen US £3,104.63
GESAMT Subventionen £46,310.34
Anderes: In £
Hares Unterkunft £1,339.31
Olivenernte Unterkunft £314.58
Diverses £1,010.44
Vorträge und CD-Verkauf £5,168.50
Zinsen £239.91
GESAMT Andere £8,072.74
GESAMT Einkommen £93,139.56



IWPS-Palästina Kontostand zum Ende des Berichtsjahres 31. Juli 2003

Gesamteinkommen bis dato: £93,140
Gesamtausgaben bis dato: £47,887

Derzeitiges Nettovermögen beläuft sich auf: £45,253

  • Bankkonto: £40,505
  • Ausstattung: £4,748

IWPS hat seine begrenzten Ressourcen sorgfältig eingesetzt und verwaltet, um die Kontinuität von IWPS sicher zu stellen und hat das Originalbudget nicht ausgeschöpft. Dennoch ist es klar, dass die Aufwendungen aufgrund mehrerer Faktoren in den nächsten Jahren steigen werden:

  1. Notwendigkeit, allen Team-Mitgliedern eine adäquate Krankenversicherung zu gewährleisten,
  2. Erhöhung auf jeweils 5 Teammitglieder im Haus in Hares, um eine bessere Kontinuität und Übergabezeiten zu ermöglichen und dem Burn-out von Teammitgliedern vorzubeugen,
  3. Engagieren eines Anwalts im Falle von Verhaftungen und Deportationen.

Basierend auf den monatlichen Durchschnittsausgaben kann IWPS auf dem neuen Budget-Level weitere 7 Monate finanzieren und sucht noch die erforderlichen Mittel für die restlichen 17 Monate.